Allein erziehen
Allein erziehende Eltern sind im Alltag oft sehr herausgefordert. Obwohl auch jede Ein-Eltern-Familie ganz individuell ist, gibt es in dieser Lebenssituation doch häufig ähnliche Bedürfnisse oder auch Probleme, auf die spezielle Angebote eingehen:
Umfangreiche aktuelle - auch politische - Informationen gibt es auf der Seite des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter:
Startseite - VAMV Bundesverband
Interessante Aspekte beleuchtet der Podcast "Wie geht es alleinerziehenden Müttern? Was brauchen sie von Gesellschaft und Politik?“ auf YouTube, erstellt vom Bayerischen Landesfrauenrat.
Insbesondere rechtliche und finanzielle Aspekte enthält die Seite des Bayerischen Familienministeriums:
Alleinerziehende Eltern (bayern.de)
Hilfreiche Impulse für den Alltag als Alleinerziehende finden Sie unter
Allein mit Kind - Bayerischer Erziehungsratgeber (bayern.de)
Auch regional gibt es Angebote, die speziell auf Alleinerziehende und ihre Lebenssituation zugeschnitten sind, wenden Sie sich gerne an Ihr Familienzentrum oder Ihren Familienstützpunkt.
Wer hilft mir in Krisenzeiten?
Das Kind wird krank: Alleinerziehende können bis zu 20 Arbeitstage pro Jahr zu Hause bleiben, um ihr Kind zu pflegen (mit ärztlichem Attest).
Sie werden selbst krank: Beispielsweise bei einem Krankenhausaufenthalt wird Hilfe für Kinderbetreuung und Haushalt über den allgemeinen Sozialdienst (beim Jugendamt nachfragen) oder eine Sozialstation organisiert.
Nervlich und körperlich am Ende? Informieren Sie sich über die Möglichkeit einer Kur. Informationen über Mütterkuren oder Mutter-Kind-Kuren erteilen Krankenkasse, Allgemeiner Sozialdienst (Jugendamt) oder Sozialstation oder auch der Hausarzt, er berät Sie und hilft Ihnen weiter.
Unterstützung bei allen Fragen zur Erziehung bieten AndErl -Frühe Hilfen sowie die örtlichen Erziehungsberatungsstellen (Kontakte siehe unten).
Ein Netzwerk aufbauen
"Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen" - Das aus dem afrikanischen Kulturkreis stammende Sprichwort gilt für alle Familien, besonders aber auch für Alleinerziehende. Kein einzelner Mensch kann alle Herausforderungen meistern, die durch die Erziehung eines Kindes entstehen.
Kontakt zu anderen Menschen in ähnlichen Situationen zu suchen und Hilfe und Unterstützung einzufordern bzw. anzunehmen, ist richtig und notwendig.
Ein guter Weg dafür ist der Besuch eines Familienzentrums. Die vielen Angebote, die dort stattfinden, können Sie im Veranstaltungskalender einsehen. Doch auch ohne Termine und Kurse sind Sie im offenen Treff immer herzlich willkommen. Hier treffen Eltern aus verschiedenen Kulturen aufeinander, kommen über die Kinder schnell ins Gespräch, während diese im Garten oder der Spielecke spielen können. Verpflegen Sie sich selber oder nutzen Sie die günstigen Speisen und Getränke, die das ehrenamtliche Team bereithält.
Für Fragen, die über den Austausch mit anderen Eltern oder den ehrenamtlichen Kräften hinausgehen, können oft unkompliziert z.B. in Tür- und Angelgesprächen mit der Leiterin des Familienzentrums oder einer Mitarbeiterin eines Familienstützpunktes geklärt werden.
Ganz egal, ob es um Kinderbetreuungsangebote, niederschwellige Entlastung und Unterstützung oder geplante Austauschrunden wie z.B. ELTERNTALK geht. Wenden Sie sich mit Ihren Anliegen gerne an das Familienzentrum.