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Fachberatungsstelle Häusliche Gewalt Interventionsstelle ILM

Häusliche Gewalt ist ein ernstes gesellschaftliches Problem, kein privates. Sie stellt ein Verstoß gegen das Grundrecht jedes Menschen auf körperliche und psychische Unversehrtheit dar. Unter häuslicher Gewalt versteht man körperliche, sexuelle und seelische Gewalt zwischen Erwachsenen, die in einer Beziehung zueinanderstehen oder standen. Sie betrifft Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche, dies kann schwere Folgen für Körper und Seele haben.

Die Würde des Menschen ist unantastbar (Art 1 GG - Einzelnorm)

Dieser Grundsatz des Grundgesetzes gilt uneingeschränkt, auch im häuslichen Umfeld. Der Staat hat die Verpflichtung, Menschen zu achten und zu schützen. Deshalb ist es wichtig, Gewalt im häuslichen Bereich nicht zu verschweigen, sondern Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Formen häuslicher Gewalt

Häusliche Gewalt zeigt sich in vielen Formen. Dazu gehören:

  • Schlagen, Stoßen, Würgen

  • Beschimpfen, Beleidigen, Erniedrigen

  • Drohungen und Einschüchterungen

  • Kontrolle und Überwachung

  • Verbot oder Einschränkung sozialer Kontakte

  • Entzug von Geld, Ausweis oder Schlüsseln

  • Vergewaltigung und sexuelle Nötigung

  • Belästigung, Nachstellen oder sogenannter „Telefonterror“

Diese Handlungen dienen dazu, Macht und Kontrolle über eine andere Person auszuüben, häufig über längere Zeiträume.

Hilfe und Unterstützung

Die Fachberatungsstelle Häusliche Gewalt Interventionsstelle ILM bieten Betroffenen vertrauliche und kostenlose Hilfe an.

Landkreis München: Interventionsstelle Landkreis München (ILM)

Hier können Sie über Ihre persönliche Situation sprechen, Unterstützung bei der Entwicklung von Zielen und Perspektiven erhalten und Beratung zu Schutzmaßnahmen bekommen.

Wichtig!

Die Beratung ist kostenlos, freiwillig, vertraulich und auf Wunsch anonym, unabhängig von Weltanschauung und Konfession.